Kundgebung in St.Gallen zum Internationalen Tag des Friedens

Kundgebung zum UNO-Weltfriedenstag in St. Gallen, Info in Tagblatt, 22.09.2014

Am Samstagnachmittag fand beim Lämmler Brunnen auf dem Bahnhofsplatz eine Kundgebung gegen Krieg statt. Die Demonstration verlief friedlich. Es nahmen etwa 300 Menschen teil.

An der Kundgebung gegen Krieg und für Solidarität mit dessen Opfern und für grosszügige Aufnahme von Kriegsflüchtigen nahmen rund 300 Personen teil. Diese versammelten sich am Samstagnachmittag auf dem Bahnhofsplatz beim Lämmler Brunnen. Die Menschenrechtsaktivistin Anni Lanz aus Basel ergriff als Erste das Wort. Sie forderte weitere 5000 syrische Flüchtlinge aus einem Sonderkontingent aufzunehmen, und rief zu einem widerständigen Engagement auf, wie dies Fluchthelfer im 2. Weltkrieg und die Freiplatzaktion für Chile-Flüchtlinge vorgelebt hätten. Wie in einem Communiqué der Organisatoren weiter zu entnehmen ist, wandte sich Anni Lanz gegen den grassierenden infantilen „Wir-zuerst-Reflex“ und gegen die Ecopop-Initiative, welche eine anti-humanitäre Tradition widerspiegele.

Cenk Akdoganbulut vom demokratisch-kurdischen Gesellschaftszentrum St.Gallen verlangte eine verstärkte humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Notleidende vor Ort in den Konfliktregionen. Der dritte Redner, Ruedi Tobler, Präsident des Schweizerischen Friedensrates, forderte den sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen aus der Schweiz, weil diese die Instabilität in den Krisengebieten nur vergrösserten, und warb für ein kräftigeres Engagement der Uno für den Frieden.

Dazwischen sang der St.Galler Hans Fässler vier klassische Lieder zu Krieg und Frieden: „Soldat, Soldat“ (Biermann), „Le déserteur“ (Vian), „Where Have all the Flowers Gone“ (Seeger) und „Era Nato Poveretto“ (lombardisches Volkslied). Am Schluss wurden 200 Ballone mit der Aufschrift „Uno-Tag des Friedens,“ der am 21. September weltweit begangen wird, von Teilnehmenden in die Stadt getragen. (pd) Fotos: kb

Tagblatt, 19.09.2014, Kundgebung gegen Krieg zum UNO-Friedenstag
Morgen Samstag findet auf dem Bahnhofplatz in St. Gallen zum internationalen UNO-Friedenstag eine Kundgebung gegen Krieg und für Solidarität mit Kriegsopfern statt. Die Kundgebung, die von 14 bis 15 Uhr dauert, wird organisiert von über 30 Organisationen. Angekündigt sind eine Rednerin und zwei Redner: die Menschenrechtsaktivistin Anni Lanz aus Basel, Cenk Akdoganbulut vom demokratisch-kurdischen Gesellschaftszentrum St. Gallen und der Ausserrhoder Kantonsrat und Präsident des Schweizerischen Friedenrats, Ruedi Tobler. Der St. Galler Historiker und Lehrer Hans Fässler trägt zwischen den Ansprachen Lieder zu Krieg und Frieden vor, wie die Organisatoren mitteilten. (pd/dwi)

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