«’s ist leider Krieg – und ich begehre nicht schuld daran zu sein!»

Einer der wichtigsten Verträge zur Kontrolle von Atomwaffen läuft aus, das INF Abrüstungsabkommen zwischen den USA und Russland. (1) Jetzt «darf» hüben wie drüben noch mehr atomar aufgerüstet werden. Damit steigt die Gefahr eines Atomkrieges infolge eines Irrtums oder einer technischen Panne. – Und Verrückte gibt es auch in der Politik. – Die Gefahr eines Atomkrieges ist noch viel bedrohlicher als der Klimawandel. Die Atomkriegsuhr wurde vorgestellt: auf zwei Minuten vor zwölf, vor dem Weltuntergang. (2)

Schweiz hilft den Irrsinn der Aufrüstung zu finanzieren

Der Irrsinn der internationalen Aufrüstung wird auch durch die Schweiz unterstützt. Die Nationalbank, unsere Grossbanken, Versicherungen und Pensionskassen investieren in Firmen der Rüstungsindustrie. Auch die Pensionskasse der Stadt Zürich macht da mit. Die Nationalbank, Grossbanken, Versicherungen und Pensionskassen stecken ihr Geld sogar in Unternehmen, die an der Produktion von in der Schweiz verbotenem Kriegsmaterial beteiligt sind, von Atomwaffen, Streubomben und Antipersonenminen, sogar meine SBB Pensionskasse. (3) (4)

Atomwaffenverbotsabkommen: Wurde vom Bundesrat nicht unterzeichnet

Die Regierung der Schweiz in Bern unterzeichnete nicht einmal das UNO Atomwaffenverbotsabkommen und erlaubt es helvetischen Institutionen heute weiterhin in Unternehmen zu investieren, die an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind. Das Abkommen der UNO zum Verbot von Atomwaffen schafft erstmals ein umfassendes und ausdrückliches Verbot für Atomwaffen. Es verbietet den Einsatz von nuklearen Sprengkörpern und dessen Androhung sowie Herstellung, Erwerb, Stationierung und Weitergabe von Kernwaffen. Unverständlich ist, dass unser Bundesrat gegen ein solches Abkommen nicht unterschreiben will.

Explosion von hundert Atombomben: Nuklearer Winter

Das Motto der Investitionsentscheide der Nationalbank, Grossbanken, Versicherungen und Pensionskassen in Konzerne Geld anzulegen die Atombomben und andere verbotene Waffen herstellen scheint zu sein: Maximaler Profit jetzt und nach uns die Sintflut. Die Atomraketen, die wir mitfinanziert haben, hüben wie drüben, können an Land und auf dem Meer in wenigen Minuten gestartet werden. – Hoffentlich passiert da nie ein Fehler…. Nur schon die Explosion von hundert Atombomben würde einen nuklearen Winter auslösen, gefolgt von Ernteausfällen und weltweiten Hungersnöten.

Wir Techniker sind es gewohnt, dass es Pannen gibt

Wir Techniker sind es gewohnt, dass nicht alles läuft wie geplant: Einmal ein Wassereinbruch von unten, dann von oben. Die Heizung, die Lüftung, die elektrischen Installationen wurden falsch geplant. Das Leergerüst stürzte ein usw. Wir Techniker «begehren dann», «nicht schuld daran zu sein…»

Geistesgegenwärtige haben bisher einen Atomkrieg abgewendet

Wir Alten haben Glück gehabt, dass die katastrophalen Pannen mit Atombomben in den letzten 60 Jahren hüben wie drüben immer glimpflich abgelaufen sind. Der atomare Schlagabtausch zwischen den Grossmächten konnte immer durch Geistesgegenwärtige abgewendet werden.

Wie sieht die Zukunft aus? Die Bomben stehen bereit, auch in Büchel in Deutschland, in Italien, in Grossbritannien, in Russland, Frankreich, in Pakistan, Indien und in Israel, bereit um die Menschheit auszulöschen, um die Erde für Menschen unbewohnbar zu machen.

«’s ist Krieg! ’s ist Krieg!, O Gottes Engel wehre, und rede Du darein! ’s ist leider Krieg – und ich begehre nicht schuld daran zu sein!,», wie Mathias Claudius schrieb. Trotzdem investieren unsere Nationalbank, unsere Grossbanken, unsere Versicherungen und unsere Pensionskassen in Konzerne die an der Produktion von Kriegsmaterial und Atomwaffen beteiligt sind.

Schweizer National- und Ständerat sind für Unterzeichnung des Atomwaffenverbots-Vertrages

Ein positives Zeichen aus der Schweiz kann kann doch vermeldet werden, wie in einem Grusswort Grusswort aus Heiden in der Schweiz an die Hiroshima-Gedenkveranstaltung 2019 in Wien vermerkt wurde:

«Im letzten Jahre hat der Nationalrat (Volkskammer) einer Motion zugestimmt, dass die Regierung den Atomwaffenverbots-Vertrag sofort unterzeichnen und dem Parlament zur Ratifikation vorlegen soll. Erfreulicherweise hat auch der Ständerat (Länderkammer) im Dezember der Motion zugestimmt, die damit zum verbindlichen Auftrag an die Regierung geworden ist. Die Regierung, der Bundesrat  aber schiebt den Entscheid vor sich her und will erst nächstes Jahr nach einem Zusatzbericht entscheiden. Als Grund für das Hinausschieben wird angeführt: Der Beitritt zum Verbotsvertrag könnte den Spielraum der Schweiz für Vermittlungsbemühungen bei der atomaren Rüstungskontrolle schmälern. Aber gerade beim INF-Vertrag ist der Bundesrat trotz Aufforderung aus der Zivilgesellschaft nicht aktiv geworden für Verhandlungen für eine Erneuerung und Erweiterung des Vertrags.»

In Heiden läutet zum Gededenken des Atombomabwurfes auf Nagasaki die Peace Bell Glocke

Im Dunant-Dorf hoch über dem Bodensee läutet jedes Jahr am 9. August im Gedenken an den Atombombenabwurf auf Nagasaki die Peace-Bell – eine Kopie der Angelus-Glocke der Urakami-Kirche, die beinahe unbeschädigt den Atombomben-Abwurf auf Nagasaki überstanden hat. Sie wurde von der Universität Nagasaki dem Dunant-Museum in Heiden geschenkt. Henry Duant, der als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung gilt, starb im Spital Heiden. (5)

Fussnoten

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