Planung für IFOR Hundertjahrfeier 2014 angelaufen

Am 23. Juli traf sich eine zehnköpfige Gruppe zum ersten Planungstreffen für das Jubiläum der Bewegung um IFOR in Konstanz. In den ersten Augusttagen 1914 fand dort die erste internationale Konferenz der Kirchen für Frieden und Freundschaft statt. Während der Konferenz brach jedoch der erste Weltkrieg aus, dessen Auslösung die Kirchen aus Europa und den USA in einer kurzfristig angelegten Aktion hatten zu verhindern gesucht.

Beim Abschied auf dem Bahnhof Köln versprachen ein englischer Quäker und ein deutscher Pfarrer einander, dass sie nicht gegeneinander in den Krieg ziehen würden, “egal, was geschieht”. Aus diesem in der damaligen Zeit ungewöhnlichen und risikoreichen Schritt entstand vorerst der englische, und 1919 der Internationale Versöhnungsbund.

Die Friedenskonferenz war ein Meilenstein in der Formierung heutiger ökumenischer Körperschaften, wie z.B. des Ökumenischen Rates der Kirchen. Sie war ausschlaggebend für die Entstehung des heute weltweiten Netzes von IFOR.

Die Hundertjahrfeiern werden vom 1. bis zum 3. August 2014 in Konstanz stattfinden. Bei IFOR sind wir der Meinung, dass die Geschichte des Pazifismus und diejenige von IFOR weit und breit unbekannt ist. Vor allem aber befinden wir uns heute in einer Zeit des Umbruchs, wie er sich Anfang des 20. Jahrhunderts abspielte. Wenn in Europa zwar kein Krieg droht, so ist doch das Zeugnis der Gewaltfreiheit und der Freundschaft über Grenzen hinaus von allergrösster Bedeutung.

Für das Jubiläum, welches unmittelbar vor oder nach dem IFOR Council, der IFOR Delegiertenversammlung, stattfinden wird, werden Menschen aus aller Welt erwartet. Die Planungsgruppe hofft, dass von den Frieden-Nobelpreisträger, welche IFOR Mitglied sind, einige an den Feiern teilnehmen werden.

Das IFOR Jubiläum findet zu Beginn der Anlässe rund ums Konstanzer Konzil 1414 – 1418 statt und wird der erste internationale Anlass sein in dem Rahmen.

Es sind je 2 bis 3 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Planungsgruppe für Konstanz 2014. Aus der Schweiz nahmen Dorothée Reutenauer, St. Gallen und Hansuli Gerber, Villeret, am ersten Treffen teil. Mit Sicherheit werden verschiedene weitere Personen mit Kenntnissen, Zeit und Energie mit einbezogen. Das nächste Treffen im November wird voraussichtlich ein Motto festlegen.

 

 

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