Nie vergessen: Giftgasangriff auf Halabja mit Pilatus-Flugzeugen

Am „Züri Fäscht“ flog am Freitag eine Staffel von PC-7 Pilatus Flugzeugen über den Zürichsee. Am 16. und 17. März 1988 bombardierten Pilatus-Flugzeuge des Typs PC-7 der irakischen Luftwaffe die kurdische Stadt Halabja mit Giftgas. Nach unterschiedlichen Schätzungen fanden in jenen Tagen bis zu 5000 Menschen einen qualvollen Tod. Pilatus-Flugzeuge, produziert in der Schweiz, wurden während dem siebenjährigen Krieg zwischen dem Irak und dem Iran beiden Kriegsparteien verkauft, dies beweisen die Statistiken des Stockholm International Peace Research Institute SIPRI. (1) (2) (3) (4)

Kriegsmaterialexporte schaffen Flüchtlinge

Auch heute werden helvetische Kriegsgeräte und Pilatus Flugzeuge aus der Schweiz an kriegführende Nato Staaten und feudalistische Diktaturen im Nahen Osten verkauft. Das Geschäft boomt, dank dem bald 15-jährigen Krieg in Afghanistan, dem furchtbaren Krieg im Jemen und in Syrien, in Somalia, in Libyen, der Ukraine und anderswo. Flüchtlinge aus diesen zerstörten Regionen kommen sogar nach Zürich, zu uns Kriegsgewinnlern.

Krieg ist ein Geschäft

Doch was soll’s: Krieg ist ein Geschäft. Deshalb investieren die Schweizer Nationalbank, die Grossbanken und Pensionskassen sogar im Unternehmen die Waffen produzieren und sogar in verbotenes Kriegsmaterial, wie Streubomben, Antipersonenminen und Atombomben. Das spült auch Steuerfranken in die Zürcher Stadtkasse und der Kirchen.

Hinweise:

(1) Der Pilatus-Schwindel : PC-7 und PC-9 im Sturzflug, Mario Poletti, ARW Verlag 1993

(2) Siehe Neue Zürcher Zeitung vom 24./25.12.2005 und Tribune de Genève 14.9.92: Un pilote kurde de Saddam dénonce l’utilisation des Pilatus

(3) L’affaire Pilatus, les milieux engagés et la Suisse officielle face aux exportations d’armes (1978-1985), von Jean-Marie Pellaux, Universität Freiburg 2008

https://lettres.unifr.ch/fileadmin/Documentation/Departements/Sciences_historiques/Histoire_des_societes_modernes_et_contemporaines/ASTP/pellaux.pdf

4) Für Giftgasmorde in Halabja auch PC-7-Flugzeuge aus der Schweiz eingesetzt
Iran gedenkt der 5.000 Opfer mit einer Briefmarke,

Von Heinrich Frei und Peter Kleinert

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17890

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