Newton-Massaker: Mord ist ein Verbrechen, wenn ein einzelner ihn begeht

Das Grauen nimmt wirklich neue Dimensionen an, nach Breivik in Oslo nun der Amoklauf an einer US-Primarschule in Newtown der 28 Tote forderte, darunter 20 Kinder. Obama bekundete einen Tag nach dem Amoklauf seine Trauer. Alle Eltern in Amerika hätten ein schmerzendes Herz, sagte er in einer Ansprache. Die Betroffenheit von Obama ist verständlich, denn auch er hat zwei Kinder.

Nicht im Brennpunkt der Öffentlichkeit stehen die hunderten zivilen Opfer der Drohnenangriffe der USA in Afghanistan, Pakistan, dem Jemen, in den Philippinen und in Somalia. US-Präsident Barack Obama segnet diese Drohnenangriffe persönlich ab, die immer wieder vielen Männern, Frauen und Kindern das Leben kosten, die nichts mit dem Terrorismus zu tun haben.

Auch die zivilen Opfer des Krieges in Libyen sind schon vergessen. Laut dem deutschen Fernsehsender ARD soll der Krieg in Libyen im letzten Jahr 90‘000 Menschen das Leben gekostet haben. Wikipedia schreibt von 30‘000 Opfern. Die Nato und arabische Staaten flogen in diesem Krieg 26‘323 Lufteinsätze und 9‘658 Bombenangriffe. Wie in jedem heutigen „modernen“ Krieg werden in Libyen 90 – 95 der Opfer Zivilpersonen gewesen sein, Frauen, Kinder und Männer, getötet hauptsächlich durch die Luftangriffe der Nato. In unseren Medien wurde dieser Krieg in Libyen meist als gerechter Krieg, ja sogar als humanitärer Einsatz zum Schutze der Zivilbevölkerung dargestellt. Zehn Prozent der tausenden Bomben-Einsätze in Libyen wurden von norwegischen Kampfjets geflogen. Norwegen war an dem Krieg in Libyen mit sechs F-16-Kampfflugzeugen und einem Orion -Seeaufklärer beteiligt. Die norwegische Luftwaffe hat Libyen bei ihren Bombardierungen sicher mehr Menschen getötet als Anders Breivik. Die Piloten bekommen vielleicht eine Medaille für ihren Einsatz in Libyen, sie werden nicht vor Gericht gestellt.

 „Der Mord ist ein Verbrechen, wenn ein einzelner ihn begeht; aber man ehrt ihn als Tugend und Tapferkeit, wenn ihn viele begehen! Also nicht mehr Unschuld sichert Straflosigkeit zu, sondern die Grösse des Verbrechens!“ schrieb Cyprian von Karthagoum das Jahr 200.

US-Präsident Barack Obama lässt heute keine Menschen mehr foltern, er lässt Terrorismus Verdächtige in Afghanistan, Pakistan, dem Jemen, den Philippinen und in Somalia ganz einfach mit ferngelenkten Drohnen liquidieren. Er nimmt dabei in Kauf, dass dabei immer wieder viele Zivilisten umkommen. Laut dem US-Fernsehsender CNN hat US-Präsident Obama in vier Jahren 283 Drohnenangriffe autorisiert. Das waren sechsmal mehr als unter Bush in acht Jahren. Laut einer Studie der Standford Law School und der New York University School of Law waren diese gezielten Tötungen von Verdächtigen durch Drohnen keinesfalls präzis, von 2003 und 2012 seien durch diese Angriffe 881 pakistanische Zivilisten getötet worden. (http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/sep/25/study-obama-drone-deaths) Nach der Auflistung des pakistanischen Onlineforum »Pakistan Body Count«, sollen auf einen getöteten Verdächtigen bei Drohnenangriffen in Pakistan mehr als 50 Unschuldige kommen.

 

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