Nein zum Kampfjet – Nein zu falscher Sicherheit und zu ihren unsinnigen Kosten

Das Sekretariat von IFOR Schweiz freut sich – mit seinen Mitgliedern und FreundInnen – über das Resultat der Abstimmung zum Gripen vom Sonntag, 18. Mai. Wir gratulieren allen, die sich eingesetzt haben zugunsten des Neins gegen diese Anschaffung.  IFOR Schweden, sowie SPAS, welche mit im schweizerisch-schwedischen Bündnis sind, freuen sich mit uns …

Diese Abstimmung bestätigt eine Bewusstseinsbildung, welche mehrere unter uns zunehmend beobachten, wonach eine überrissene Militarisierung uns nicht sicherer machen wird und dass diese viel zu teuer ist. Klar gibt diejenigen, welche gegen den Gripen stimmten und die Armee grundsätzlich unterstützen. Doch sie sind skeptisch gegenüber den Kosten, welche solche Prioritäten uns auferlegen.

Ärgerlich bei den ersten Analysen, vor allem durch Politiker, ist ihre Ignoranz, unbewusst oder absichtlich, dieses philosophischen Aspektes, welcher nicht weniger als eine Veränderung in der Wahrnehmung und in den Perspektiven bedeutet. Die Verlierer der Abstimmung stellen die Kampagne als misslungen dar, als könne man das unwissende und unbedarfte Volk beliebig manipulieren, wenn man’s nur richtig macht. Es mag sein, dass das Stimmvolk dazu neigt, manipulieren zu lassen, vor allem durch die Angst, doch es ist weit weniger hinter dem Mond als die Politiker, welche meinen, mit Krieg und Frieden spielen zu können wie vor hundert Jahren.

Die Demokratie ist nicht ein für allemal erfunden worden. Sie ist in Evolution, die Mitbestimmung der Menschen drängt sich in neuen Bereichen auf, auch wenn gleichzeitig viele sich abwenden und gleichgültig sind – weil ihnen jedes Vertrauen in die offizielle Politik abhanden gekommen ist. Es ist an der Zeit, die Fragen der Sicherheit und der Verteidigung dem Demokratischen Prozess zu unterstellen, denn erstens neigen die Spezialisten dazu, sich aus lauter Fachidiotie an Ansätzen aus der (blutigen) Vergangenheit festzuklammern, und zweitens sind sie und die politischen Entscheidungsträger zu oft den Interessen des militärisch-industriellen Komplexes hörig.

Wir sind auf einem guten Weg und das ist ermutigend. Nun geht es darum, in dieser Richtung weiter zu arbeiten. Es ist unsere Verantwortung, Mitglieder der historischen Bewegung, welche jedem militärischen Unterfangen gegenüber skptisch ist, weil es sich als in jeder Hinsicht zerstörerisch erwiesen hat. Unsere Politiker und Nachbarn mögen wissen, dass die pazifistische Position weder eine Schande ist  noch lächerlich. Im Gegenteil, sie ist eine Haltung, welche Hoffnung trägt und eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft ermöglicht.

 

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