„Keine Haie in der Limmat“ aber „Kunstprojekt Hafenkran“ in Zürich

„Keine Haie in der Limmat“ soll es haben, schreibt die Stadtpolizei der Stadt Zürich. auf einer Tafel auf der Gemüsebrücke. Trotzdem sei „das Schwimmen zwischen Quaibrücke und dem Flussbad Oberer Letten gefährlich und deshalb verboten“.

Crédit Suisse: Eine Busse von 2,5 Milliarden US Dollar steht in Aussicht

Manager von Schweizer Banken deren Blut langsam zu kochen beginnt, könnten versucht sein sich in der Limmat abzukühlen. Oder vielleicht könnten die Gnomen von Zürich, wie sie früher genannt wurden, vom nahe gelegenen Paradeplatz auch in Versuchung kommen sich in dem aktuell 20 Grad warmen Limmatwasser aufzuwärmen, da ihnen das Blut in den Adern langsam erstarrt angesichts der riesigen Bussen die sie dem grossen Bruder USA laufend zahlen müssen. Die Crédit Suisse ist nämlich im Steuerstreit mit den USA näher gerückt. Das heisst: Eine Busse von 2,5 Milliarden US Dollar steht in Aussicht. Dies ist dann drei Mal so viel wie 2009 die Schweizer Bank UBS hatte hinblättern müssen. (1) Aber auch der UBS droht noch weiteres Unheil, neue Bussen…

Zum Glück können Schweizer Banken ihre Bussen mit den Steuern verrechnen, was normal Sterbliche „noch“ nicht können. Ausserdem zahlt die UBS, trotz Milliardengewinnen und Millionenboni für die Manager, in Zürich und der Schweiz keinen Rappen Gewinnsteuer. Erst im Jahr 2017 werde sie dies wieder tun, erklärte UBS-Konzernchef Sergio Ermotti. Möglich macht dies der sogenannte Verlustvortrag. Dieses Bestimmung erlaubt es Unternehmen, einen Verlust während der folgenden sieben Jahre vom Gewinn abzuziehen. Die andere Schweizer Grossbank, die Crédit Suisse zahlt im Moment auch nur Steuern in homöpathischen Dosen. (2)

Auf Schweizer Banken lagern 2‘825 Milliarden Franken von ausländischen Kunden

Eine Busse von 2,5 Milliarden Dollar die Crédit Suisse zahlen muss, scheint viel Geld zu sein. Ende 2012 verwalteten Banken in der Schweiz aber Vermögen in der Höhe von 5’565 Milliarden Schweizer Franken. Ausländische Kunden lagerten Vermögen von 2‘825 Milliarden Franken in der Schweiz. Im grenzüberschreitenden “Private Banking” ist die Schweiz mit einem Markt-Anteil von 26% an den gesamthaft verwalteten Vermögen Weltmarktführer. (2)

Trotzdem die Grossbanken UBS und Crédit Suisse in Zürich praktisch keine Steuern mehr bezahlen ist Geld für „edle Kunst“ in dieser Stadt dennoch vorhanden. Am Limmatquai wurde ein rostiger DDR-Hafenkran aus Rostock für ein halbes Jahr montiert. Die Gesamtkosten dieses „Kunstprojektes Hafenkran“ werden den städtischen Kreditrahmen von 600 000 Franken deutlich übersteigen. Für eine verbleibende Finanzierungslücke von weiteren 80 000 Franken stehen Stadtrat Martin Waser (Sozialdemokrat) Sozialvorstand, und seine Frau gerade.

(1)    http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/der-credit-suisse-droht-eine-horrende-busse-1.18303574

(2)    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Das-bedeutet-der-UBSSteuerausfall-fuer-Zuerich/story/12501280

(3)    http://www.swissbanking.org/home/finanzplatz-link/facts_figures.htm

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