Haben Verleger, Journalisten und Redaktoren zu enge Beziehungen zu den Machthabern?

Die Medien werden immer wieder kritisiert. Auch der Schweizer Medienprofessor Kurt Imhof kritisierte kürzlich die hiesige Medienlandschaft wie der helvetische Bundesrat Ueli Maurer der Schweizerischen Volkspartei auch. Haben Verleger, Journalisten und Redaktoren heute zu enge Beziehungen zu den Machthabern? Auch in den USA?

Ganz grosses Geschütz der Kritik gegen Zeitungen und Journalisten in den USA liess kürzlich der bekannte US-Journalist Seymour Hersh auffahren. Hersh hatte das Massaker in My Lai während dem Vietnamkrieg und die Folterungen in Abu Ghraib im Irak aufgedeckt, zum Ärger der damaligen Regierungen in Washington. Hersh ist heute der Meinung, Journalisten in den USA würden die Verlautbarungen des Weissen Hauses in keiner Weise in Frage stellen und seien nicht bereit die Wahrheit zu berichten. Die Story der Tötung von Osama Bin Laden 2011 durch die US Navy Seals seien zum Beispiel “eine grosse Lüge, nicht ein Wort davon ist wahr.”, meinte Hersh in der Zeitung Guardian die in London erscheint. (http://www.theguardian.com/media/media-blog/2013/sep/27/seymour-hersh-obama-nsa-american-media)

Hersh meinte, um den Journalismus in den USA wieder in Ordnung zu bringen müssen die Nachrichtenredaktionen alle aufgelöst und 90 Prozent aller Chefredakteure entlassen werden. Der fundamentale Job eines Journalisten sei es nicht mit den Politikern und den Machthabern zu enge Beziehungen zu haben, sondern man müsse ein Aussenstehender bleiben.

Erwähnen kann man auch noch: In Amerika gibt es sehr wohl alternative Medien, die auch über die Story des Todes von Osama Bin Laden kritische Informationen verbreitet haben, zum Beispiel (www.alternet.org, www.infowars.com, www.globalresearch.ca usw.) Auch wenn man durchaus kritisch gegenüber diesen alternativen Medien bleiben muss.

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