Feldprediger: Damit der Soldat weiss: „Gott ist bei mir, wenn ich für die Verteidigung des Vaterlandes töte oder auf dem Schlachtfeld sterbe“

Der Generalvikar der katholischen Kirche für die Kantone Zürich und Glarus Josef Annen ist gegen die Segnung von homosexuellen Paaren, wie Bischof Vitus Huonder von Chur auch. Annen und Huonder können gar nichts anderes: Solange der Papst in Rom solche Segnungen nicht erlaubt sind sie verboten. Punkt. Man muss sich jedoch Fragen, warum wollen sich diese Leute überhaupt segnen lassen?

Feldprediger sind von den Kirchen zugelassen

Von Rom zugelassen sind hingegen Feldprediger, wie auch von protestantischen, calvinistischen, lutheranischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchenleitungen. Mit dem Pfarrer in Uniform soll der Soldat wissen: „Gott ist bei mir, wenn ich zur Verteidigung des Vaterlandes töte oder auf dem Schlachtfeld sterbe“. In Deutschland gibt es sogar Militärbischöfe, die im Krieg der Bundesrepublik auf dem Balkan und in Afghanistan im Einsatz waren.

Kriegsdienstgegner und Nationalrat Arthur Villard

Ein Pfarrer in Biel, der sich vor Jahren mit dem Kriegsdienstgegner Arthur Villard solidarisierte, war darauf in der Kirchgemeinde Biel-Madretsch nicht mehr tragbar.

Infos zu Arthur Villard:

http://www.memreg.ch/dossier.cfm?show=text&id=9695&dossier=true&action=showDetail

Auch ein Pfarrer in Friedrichshafen, der die Rüstungsindustrie rund um den Bodensee dokumentierte, (www.waffenvombodensee.com) wurde vor nicht langer Zeit weit in den Norden versetzt. Friedrichshafen, das heute wieder grosse Fabriken beherbergt die für den Krieg produzieren, wurde im Zweiten Weltkrieg durch die Alliierten vollständig zerstört wurde, weil das Dritte Reich dort grosse Rüstungsbetriebe hatte.

Ordinierter Pfarrer und Kriegsdienstverweigerer Hans Heinrich Zürrer

Hans Heinrich Zürrer wurde 1943 vom Kirchenrat in Zürich zum Pfarramt ordiniert. Zürrer war damals Wachtmeister der Schweizer Armee. Für ein Hilfswerk war Zürrer dann bis zum Einmarsch der Roten Armee in Danzig im Einsatz. Er erlebte dort die Schrecken des Krieges. Zurückgekehrt in die Schweiz, zu Fuss durch das kriegszerstörte Deutschland, verweigerte er den Kriegsdienst. 1959 nach 12-jähriger Arbeit als Bauhandlanger und Maurer bewarb er sich um eine Stelle im Dienste der Kirche. Sein Gesuch wurde mit der Begründung abgewiesen, ein Pfarrer, der im Jahre 1947 zwei militärische Aufgebote und die Bezahlung des Militärpflichtersatzes verweigerte und somit eine Gefängnisstrafe absitzen musste, könne in einer Zürcher Kirche nicht mehr auf die Kanzel steigen.

(https://www.uzh.ch/cosmov/edition/ssl-dir/V4/XML-Files/XML/ZM_1057_MS.XML)

Hans Heinrich Zürrer leitete die Zürcher Ortsgruppe der Internationalen Kriegsdienstgegner (IdK)

Später hätte Zürrer als Pfarrer arbeiten können, er konnte sich aber nicht mehr vorstellen auf einer Kanzel zu stehen. 20-mal verbüsste Hans Heinrich Zürrer jährlich eine mehrwöchige Gefängnisstrafe, weil er sich weigerte den Militärpflichtersatz zu zahlen. Hans Heinrich Zürrer leitete jahrelang die Zusammenkünfte und Diskussionen der Zürcher Ortsgruppe der Internationalen Kriegsdienstgegner (IdK) an der Gartenhofstrasse 7 in Zürich 4.

 

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