Es weihnachtet sehr: Das Geschäft mit dem Krieg floriert, während Maria und Joseph mit ihrem Kindlein obdachlos sind und hungern

Reiche und arme Länder kaufen riesige Mengen Kriegsmaterial, angeblich um den Frieden zu sichern. Damit das Geschäft, die Maschine läuft, wird tüchtig „geschmiert“. Gerade jetzt findet in Wien ein Prozess statt, der einen tiefen Einblick gibt in die Schmiergeld-Netzwerke internationaler Rüstungskonzerne, auch der schwedischen Firma Saab die der Schweiz das Kampfflugzeug Gripen verkaufen will. Allein beim Verkauf der Gripen nach Tschechien sollen 28 Millionen Franken Schmiergeld bezahlt worden sein. Als Österreich sich für den Eurofighter entschied, zahlte der Rüstungskonzern EADS 100 Millionen Euro an eine Briefkastenfirma und verbuchte das als Leistung im Rahmen der vereinbarten Gegengeschäfte. Wo das Geld landete ist unklar. Die Spuren des Geldes führen zu einer Schweizer Briefkastenfirma und zu Mensdorff-Pouilly, dem Mann der jetzt in Wien vor dem Schwurgericht steht. Strafantrag gegen Mensdorff-Pouilly: Verdacht auf Geldwäsche, falscher Zeugenaussage und Fälschung eines Beweismittels. Alfons Eduard Alexander Antonius Maria Andreas Hubertus Christoph Mensdorff-Pouilly ist ein österreichischer Geschäftsmann, Lobbyist und Landwirt.  (http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Mensdorff-Pouilly)

Ich verfolge ein wenig bei der Waffenhandelszeitschrift Jane’s International Defence Review was da alles zusammengekauft wird: Griechenland, die Türkei, Israel, Ägypten kaufen Unterseeboote. Afrikanische Staaten in denen gehungert wird bestellen Kampfflugzeuge. Staaten die mit der ideologischen Unterstützung von christlichen und muslimischen Feldgeistlichen Krieg gegen die so genannten Terroristen führen, kaufen in Europa Munition, Bomben und Gewehre.

Die Schweiz macht beim Geschäft mit dem Tod auch mit. Oft belieferte sie neutral beide Kriegsparteien, die Alliierten, Mussolini und Hitler, der Iran und der Irak, die Nato und Libyen. Gemäss dem Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI veröffentlichten Zahlen war die Schweiz im Jahr 2011 das Land welches nach Schweden, Israel und Russland weltweit am viertmeisten Kriegsmaterial pro Einwohner exportierte.

Derweil Europa Milliarden für das Militär und die Rüstung vergeudet, und auch Waffenexporte subventioniert, sind im reichen Europa immer mehr Menschen darauf angewiesen sich mit Lebensmitteln der EU und von gemeinnützigen Einrichtungen zu versorgen. In der Schweiz unter anderem von der Caritas, der Heilsarmee, von Abbé Pierre.

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In einigen EU-Staaten werden diese Lebensmittelhilfen von der EU finanziert. Trotzdem leben in der EU immer noch 43 Millionen am Existenzminium. Damit diese ärmsten Europäer, mindestens eine warme Mahlzeit pro Tag essen können, gibt es neben der EU-Hilfe in allen Ländern Vereine die auch Lebensmittelhilfe anbieten. In Finnland zum Beispiel, einem reichen Land, bilden sich lange Schlangen wenn Lebensmittel der EU verteilt werden. Dies ist nicht verwunderlich, denn viele arme Leute in Finnland bleiben für die Ernährung monatlich nur 100 Euro übrig nach der Begleichung der anderen Kosten, wie Miete, Heizkosten usw., wie in der Tageschau des finnischen Fernsehens YLE kürzlich berichtet wurde.

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