Der Künstler H.R. Giger und der Atomkrieg

Der Künstler H.R. Giger der in Zürich-Seebach wohnte, ist kürzlich nach einem Unfall gestorben. Seine frühen Zeichnungen wurden vor fünfzig Jahren auch auf Flugblättern und in alternativen Zeitschriften verwendet.

Für mich stellte Giger damals mit seinen Zeichnungen den Horror dar, auf den die Menschheit in einem Atomkrieg zusteuerte.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/HR_Giger

Giger und die Anti-Atomwaffenbewegung in der Schweiz

Hans Steiger von der Anti-Atomwaffenbewegung schrieb mir: „Er (Giger) ist 1964 von sich aus mit seinen “Atomkindern” ins Sekretariat der Anti-Atomwaffenbewegung gekommen, das ja übrigens ganz in der Nähe der Kunstgewerbeschule (in Zürich) lag, und hat uns Zeichnungen für die “opposition” angeboten. Wir haben danach auch mehrere Folgen gedruckt, obwohl viele Leserinnen und Leser ihre Mühe damit hatten. Mich hat er fasziniert, ähnlich wie Georg Kreisler, weil das Makabere mit viel Hintergründigem verknüpft war, also habe ich ihn auch stets verteidigt.„ (Hans Steiger, Journalist, war von 25.11.1991 – 03.12.1995 Nationalrat der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz)

Volksinitiative für ein Verbot der atomaren Bewaffnung wurde 1962 abgelehnt, das Mitspracherecht des Volkes bei der Beschaffung von Atombomben dann 1963

1958 hatte der Bundesrat nämlich die atomare Bewaffnung der Schweiz befürwortet. 1959 reichten Pazifisten und Religiös-Soziale eine Volksinitiative für ein Verbot von Atombomben ein. Die in der Atombomben-Frage gespaltene SPS — Parteipräsident Walter Bringolf (Sozialdemokrat) befürwortete Atombomben. — reichte eine zweite Initiative nach, die ein Mitspracherecht des Volkes bei der Beschaffung von Atombomben forderte. Das Volk und die Stände lehnten aber am 1. April 1962 und 26. Mai 1963 beide Initiativen im Verhältnis von 2:1 ab. Das EMD (Eidgenössisches Militärdepartement) setzte in der Folge eine Studiengruppe ein, um Kauf oder Eigenentwicklung von taktischen Atombomben weiter zu studieren. Diese Studiengruppe für Atomfragen, der der Schweiz die Möglichkeit einer atomaren Bewaffnung offenhalten sollte, wurde erst Ende 1988 aufgelöst.

(2) http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D24625.php

Initiative der Schweiz in der UNO: Ablehnung von Atomwaffen ähnlich dem Verbot chemischer Waffen

Die Gefahr eines Atomkriegs ist auch heute noch nicht gebannt. 124 Staaten setzten deshalb im letzten Jahr in der UNO-Generalversammlung in New York ihre Unterschrift unter ein Schriftstück, das die konsequente Ablehnung von Atomwaffen ähnlich dem Verbot chemischer Waffen anstrebt. Diese Erklärung ging auf eine Initiative der Schweiz zurück. – Unser Nachbar Deutschland unterschrieb diese Erklärung nicht. „Der Besitz von Atomwaffen diene letztlich der Wahrung des Friedens“, erklärte nämlich die deutsche Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion…“

(3) http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Atomwaffen/uno.html(4)

Horror Zeichnungen und Bilder von H.R. Giger, nach Atomkrieg Realität

Nach einem Atomkrieg werden die Überlebenden, und das sind vermutlich eher Insekten als Säugetiere, vielleicht auf die Horror Zeichnungen und Bilder von H.R. Giger stossen. Diese Insekten, die dann durch Mutationen vielleicht intelligenter geworden sind als wir Menschen, werden sich nicht nur über die schrecklichen Bilder von Giger wundern sondern auch nicht verstehen wie stark der Glaube an die Rüstung und das Militär beim Säugetier Mensch gewesen sein muss, dass dieses Tier sich schlussendlich in einem Atomkrieg ausgerottet hat.

Heinrich Frei Juni 2014

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/HR_Giger

(2)http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D24625.php

(3) http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Atomwaffen/uno.html

(4) In Europa und auch in Deutschland sind im Rahmen der „atomaren Teilhabe“ schon seit Jahrzehnten US-Atomwaffen einsatzbereit. Jetzt soll das heutige Atomwaffen-Arsenal in der BRD durch lasergesteuerte B-61-12-Lenkflugkörper ersetzt werden, durch modernere nukleare Sprengkörper. Zur der „atomaren Teilhabe“ gehört, dass auch Deutschland geeignete Flugzeuge bereithalten muss und im Kriegsfall Nuklear-Bomben auf Befehl der Amerikaner abwerfen soll. Die Atombomben die auf dem deutschen Luftwaffenstützpunkt Büchel bereit stehen, haben eine Sprengkraft die ein Mehrfaches der Sprengkraft der Hiroshima Bombe betragen. Das heisst: Nur mit einer solchen Bombe könnten Städte wie Frankfurt oder Stuttgart zerstört werden. – Die CDU/CSU akzeptieren, zusammen mit den in Deutschland mitregierenden Sozialdemokraten, heute noch den Verbleib von Atomwaffen in Deutschland…geplanter Abzug der US-Atomwaffen frühestens 2024…

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