Brasilien WM 2014: “Need Food, not football”

In Brasilien, Argentinien und in ganz Süd- und Mittelamerika leben sehr viele Kinder in Armut. Das Geld das jetzt die FIFA, der Internationale Fussballverband mit Sitz in Zürich, in Brasilien kassiert und die Mittel die der Bau der Fussballstadien und der Einsatz der Polizei und der Armee für diese Spiele verschlingen, werden für die brasilianischen Kinder fehlen. Das Schwellenland lässt sich das Ereignis umgerechnet mehr als zehn Milliarden Franken kosten. Viele brasilianische Bürger sind der Ansicht, dass die Regierung das Geld besser für Gesundheit und Bildung hätte ausgeben sollen. 21,4 Prozent der Brasilianer leben unter der Armutsgrenze, und laut offiziellen brasilianischen Angaben 2011  4,2 Prozent in extremer Armut.

(1) https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/br.html

In Brasilien und in anderen Staaten Mittel- und Südamerikas haben viele Menschen nicht genug zu essen. Viele Kinder leben mit ihren Eltern in Favelas, in Elendsvierteln. Wenn Kinder krank werden, können sie oft mit ihrer Mutter nicht zum Arzt, da das Geld fehlt. Eindrückliche Graffitis thematisieren diesen Skandal: „Need Food, not football“  (Wir haben Nahrung nötig, nicht Fussball) wurde gesprayt.

(2)  http://www.globalresearch.ca/need-food-not-football-brazilian-graffiti-art-expresses-outrage-over-world-cup-photos/5386820

Massen-Zuschauersport kann nationalistische Aggressionen schüren

Fussball wie auch andere Zuschauersportarten gehören dazu die Massen zu entpolitisieren, dumm zu halten und abzulenken. Im schlimmsten Fall können sogar durch den Massen-Zuschauersport nationalistische Aggressionen gegen andere Länder geschürt werden. – Damit das Volk wirklich „zufrieden“ gestellt werden kann, sollten die „Spiele“ wenigstens mit „Brot“ kombiniert werden. „Brot und Spiele“ hiess das Rezept der Kaiser schon im alten Rom.

Brasilien vergeudete 2013  31,5 Milliarden US-Dollar für das Militär

Brasilien vergeudet zwar noch sehr viel mehr Geld für das Militär als für diese Fussballweltmeisterschaft. Die WM 2014 macht immerhin vielen, ob arm oder reich Spass. Brasilien kauft Unterseeboote, Kampfjets, Raketen, Bomben, Minen und Granaten, auch Rüstungsgüter aus der Schweiz, aus Deutschland und anderen Ländern. Aber das ist kein Thema in den Medien. Wichtig sind jetzt für uns „nur“ die Fussballweltmeisterschaften in Brasilien, und wer Weltmeister wird…

Steigerung der Militärausgaben von 2004 – 2013 um 40 Prozent

Brasilien steht mit seinen Militärausgaben weltweit an 12. Stelle. Pro Jahr gibt dieser Staat 31,5 Milliarden für das Militär aus, obwohl weit und breit kein Feind in Sicht ist. Von 2004 – 2013 hat Brasilien seine Militärausgaben um 40 Prozent gesteigert, laut dem Stockholm International Peace Research Institute.

(3) http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1404.pdf)

Geld für die Fussballweltmeisterschaften und die Rüstung fliesst in Strömen, fehlt aber um eine neue Hungerkatastrophe in Somalia abzuwenden

Das Geld fliesst nicht so locker wie für Rüstung und Fussball, wenn jetzt in Somalia nach einer erneuten Dürre und dem immer noch im andauernden Bürgerkrieg eine neue Hungersnot droht. Der dringende Appell der UNO-Welternährungsorganisation FAO fand bisher wenig Gehör. – Erst 14 Prozent der Mittel wurden gefunden, die nötig wären um eine neue Hungerkatastrophe in Somalia abzuwenden. (Urgent Appeal, FAO’s response to the deterioration food security situation in Somalia)

(4) http://www.fao.org/emergencies/appeals/detail/en/c/235146/

2011 sind 260’000 Menschen in Somalia verhungert, in einem Land das etwa zehn Millionen Einwohner hat. Übertragen auf die Schweiz hätte diese bedeutet, dass alle Einwohner der Stadt Bern und Lausanne vor drei Jahren verhungert wären.

(1)  https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/br.html

(2)  http://www.globalresearch.ca/need-food-not-football-brazilian-graffiti-art-expresses-outrage-over-world-cup-photos/5386820

(3) http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1404.pdf)

(4) (http://www.fao.org/emergencies/appeals/detail/en/c/235146/

Beitrag erstellt in

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *