70 Jahre nach Hiroshima

Hiroshima und Nagasaki mahnen! Am 6. und 9. August 1945, wurden die ersten beiden Atombomben gegen Menschen eingesetzt die Uranbombe auf Hiroshima und die Plutoniumbombe auf Nagasaki. 300.000 Menschen starben unmittelbar danach, bis heute leiden ebensoviele an den genetischen Spätfolgen.

Matthias Reichl vom österreichischen Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit hat folgenden Beitrag zum Hiroshimatag 2015 am 6. August auf  dem Wiener Stephansplatz verfasst:

Zurecht hat das positive Ergebnis zwischen dem Iran und den Großmächten – v.a. mit der USA – die Hoffnung auf einen atomwaffenfreien Nahen und Mittleren Osten geweckt. Allerdings warnen uns die massiven Widerstände aus einflussreichen militaristischen und politisch reaktionären Kreisen vor übertriebenen Erwartungen. V.a. Kräfte im unkontrollierten Atomstaat Israel und ihre Unterstützer in den USA würden, wenn sie könnten, sogar einen Atomkrieg riskieren. Als „Ersatz“ dafür werden zunehmend konventionelle kriegerische Machtkämpfe um Einflusszonen mit ihren massiven Zerstörungen und Vertreibungen eingesetzt.

Im Schatten der „Terrorbekämpfung“ wird der atomare – militärische und zivile – Terror weiter „modernisiert“. Dass die neoliberale Regierung Japans ausgerechnet siebzig Jahre nach Hiroshima und Nagasaki und vier Jahre nach Fukushima anscheinend nichts daraus gelernt hat, ist nicht nur für die Japaner, sondern für alle – real bzw. potentiell – gefährdeten Menschen inakzeptabel.

Wachsende zerstörerische Gefährdungen – auch in ökologischen, sozialen und ähnlichen Bereichen – fordern von uns davon überforderten Basisbewegungen und NGOs ein Ausweiten und Intensivieren unseres Engagements, das längst unsere Kräfte übersteigt. Diese werden durch die „Wirtschaftskriege“ mit ihrer Austeritätsdiktaten und dem damit verbundenem Landraub verschärft. Ihr technokratisches globalisiertes Überwachungs- und Repressionssystem bemüht sich mit aller Gewalt, Ohnmacht und Resignation bei uns davon Betroffenen zu provozieren und zu verbreiten.

Angesichts dieser entmutigenden Aussichten müssen wir unsere knappen Kräfte bündeln um unseren gewaltfreien Widerstand wirksamer zu machen.

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Eine Gedenkkundgebung findet am 6.8. um 18 Uhr  in Genf statt. Siehe Infos zum Anlass

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