2. Oktober: Beginn des weltweit grössten gewaltlose Marsches für Land- und Menschenrechte

Die Vorbereitungen für Jan Satyagraha – Marsch für Gerechtigkeit 2012 – getragen von über 2000 indischen Organisationen, laufen auf Hochtouren. Seit einigen Tagen strömen tausende Angehörige benachteiligter und marginalisierter indischer Bevölkerungsgruppen zum Mela Ground – dem grossen Versammlungsplatz in Gwalior, um am Marsch teilzunehmen, der am 2. Oktober, dem Internationalen Tag der Gewaltfreiheit, beginnen wird.

Die internationale Unterstützung nimmt zu und die laufenden Verhandlungen mit der indischen Regierung intensivieren sich. Am vergangenen Freitagmorgen trafen sich Rajagopal und weitere Führungsmitglieder der Ekta Parishad auch mit wichtigen Vertretern einiger der grössten indischen Firmen zu Landrechtsfragen.

Eine dreitägige internationale Konferenz zum Thema Gewaltlosigkeit mit rund 40 Vertretern aus Asien, Afrika, Latein- und Nordamerika und Europa endete gestern in Delhi mit einer öffentlichen Veranstaltung und einer Ausstellungseröffnung im Habitat Centre (Delhi.) An der Veranstaltung sprachen bekannte indische Persönlichkeiten, die sich für Menschenrechte einsetzen, sowie Achan Sulak Sivaraksha, Führer des Netzwerks Engagierter Buddhisten aus Thailand. Auch der Minister für ländliche Entwicklung, Mr. Jairam Ramesh, nahm teil und erläuterte seine Unterstützung in den gegenwärtigen Verhandlungen zwischen der Regierung und Jan Satyagraha. Er betonte, wie wichtig es sei, die seit Jahrzehnten umstrittene Landfrage in Indien zu lösen. Er bestätigte, am 2. Oktober mit konkreten Antworten auf die Forderungen der versammelten Menschen nach Gwalior zu kommen.

Anlässlich dieser Veranstaltung wurde Rajagopal PV, dem Gründer der Ekta Parishad, zudem der Menschenrechtspreis 2012 der Schweizer Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte überreicht “in Anerkennung seines unermüdlichen Engagements und gewaltlosen Einsatzes zugunsten der ärmsten Bevölkerungsgruppen Indiens”.

Der Anlass endete mit der Eröffnung der Ausstellung: “Unterwegs: ein Dialog zwischen Kunst und sozialer Bewegung”. Die Ausstellung kombiniert die Arbeiten dreier Kunstschaffenden, des Engländers Simon Williams, der Schweizerin Nesa Gschwend und des Inders Vikram Nayak, die mit den unterschiedlichen Medien der Fotographie, der Malerei und Installation ihr Verständnis des Kampfs der sozialen Bewegungen der Landlosen zum Ausdruck brachten. Die Ausstellung wird noch bis zum 10. Oktober in Delhi gezeigt.

DATEN und ORTE:

2. Oktober: Start Jan Satyagraha – Marsch für Gerechtigkeit, Gwalior (Madhya Pradesh) Indien; voraussichtliche Ankunft in Delhi 29. Oktober, 2012.

Austellung: „Ein Dialog zwischen Kunst und sozialer Bewegung“ Centre, Delhi, INDIA. Bis 10. Oktober 2012.

Eben ist das Buch erschienen “Das Erbe von Gandhi, Rajagopal P.V. – ein Leben für den gewaltlosen Widerstand” von Carmen Zanella im Stämpfli Verlag.

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